ALGENPHASE
Wie bereits weiter oben erwähnt, kann der 12. April als Tag der biologischen Inbetriebnahme gelten. Zwar wurden schon kurz zuvor Bakterienprodukte dem Wasser zugegeben, doch durch das Einbringen von Drahtalgen und Krustenanemonen in das Refugium hielten an diesem Tag die ersten marinen Mikroorganismen Einzug ins System.
Das große Becken reagierte deutlich langsamer als erwartet. Nennenswerte Algenbestände ließen sich nicht sehen. Um die biologische Besiedlung zu beschleunigen, wurden einige wenige Korallen verschiedener Händler nebst einigen Tridacnas zusätzlich eingebracht, um die an den Korallen, insbesondere aber die an den Ablegersteinen haftenden Mikroorganismen, zusätzlich in das System einzubringen.
Diese Maßnahme erzielte den gewünschte Erfolg. Mitte Mai wehten im Becken Algenbüschel, wie man dies von Becken gewohnt ist, die mit Lebend Gestein gestartet werden.
Allerdings nicht gleichermaßen grün, wie ich dies vom Anfahren anderer Aquarien gewohnt bin, sondern eher transparent, bestenfalls mit einer leicht grünen Einfärbung.
Es war nicht eindeutig zu beurteilen, ob die blassen, fast durchsichtigen Algen durch Nahrungsarmut ihre übliche Färbung nicht entwickeln konnten, oder ob andere Ursachen vorlagen.



Der Höhepunkt der Algenphase war auf den Bildern unten erreicht.


Nach dem Einsetzen einiger Doktorfische verschwanden die Algen fast restlos. Bei der Algenvernichtung tat sich ein mittelgroßer Acanthurus sohal besonders hilfreich hervor. Aber auch die zahlreich eingesetzten Einsiedler war unermüdlich aktiv.
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